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Über Korea – Eine Einführung

In der Republik Korea, auch Südkorea genannt, leben heute knapp 50 Millionen Einwohner (etwa vergleichbar mit Spanien) auf einer Fläche von ca. 100.000 qm² (entspricht etwa der Fläche von Bayern und Brandenburg). In diesem extrem dicht besiedelten Land wohnen mehr als 80% der Menschen in Städten, davon allein etwa 16 Millionen im Ballungsraum Seoul/Incheon und 5 Millionen im Raum Busan, wo sich zugleich einer der größten Häfen der Welt befindet.

Nach China ist Korea fast in Augenhöhe mit Japan und Indien der wichtigste asiatische Handelspartner Deutschlands. Die koreanische Wirtschaft ist eine der dynamischsten der Welt mit enormer Innovationskraft und wächst dabei real regelmäßig über 3% in der letzten Dekade. Ein signifikanter Teil dieses Wachstums wird durch die starke Exportorientierung der koreanischen Wirtschaft erreicht. (Quelle: KOTRA).

 

Korea hat sich in den letzten vierzig Jahren zu einer der führenden Industrienationen der Welt entwickelt. Dieser Aufbau begann in den '60 er Jahren, nachdem das Land aufgrund der katastrophalen Zerstörungen des Koreakrieges (1950 – 1954) vor dem wirtschaftlichen und sozialen Abgrund stand.

 

 

Aufgrund des hohen Ausbildungsstandes der Bevölkerung (Süd-Korea liegt routinemäßig auf den ersten Plätzen internationaler PISA - Wettbewerbe) gelang es, sich über die Entwicklungsschritte Stahlindustrie und Schiffsbau ab Mitte der '60er Jahre zunehmend auch in der Automobilindustrie zu etablieren. Aufgrund seiner geographischen Nähe zu Japan entwickelte sich im Schlepptau der japanischen OEMs eine Zuliefererindustrie von Weltformat. Marken wie Toyota, Honda, Nissan beschaffen traditionell in Korea und führten japanisches Know-How und Qualitätsverständnis ein.

 

International bekannte koreanische Konzerne wie Hyundai, LG und Samsung verfügen in vielen Branchen über eine herausragende Marktstellung auf dem Weltmarkt. Ob im Automobilbau, im Bereich Elektronik, Kommunikation, EDV, Schiffsbau, Anlagenbau, Bau, Stahl oder Petrochemie - koreanische Firmen drängen in vielen Bereichen an die Weltspitze.
Im Gefolge dieser Großunternehmen expandieren auch viele koreanische Mittelständler nach Deutschland und Europa. Für Koreaner ist Deutschland nicht nur ein bedeutender Handelspartner, sondern hat auch in vielen Branchen eine wichtige Vorbildfunktion. Deutsche Qualität genießt in Korea ein hohes Ansehen. Viele koreanische Unternehmen wollen deshalb mit deutschen Firmen zusammenarbeiten oder sich auf dem deutschen Markt durchsetzen, um so ihre Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit zu steigern.

 

Bei allen Gemeinsamkeiten stellen die unterschiedlichen Kulturen und Sprachen jedoch eine große Herausforderung in der praktischen Zusammenarbeit dar. Gerade für mittelständische koreanische oder deutsche Unternehmen sind diese Hürden allein nur schwer zu meistern. Deshalb versteht sich Kohl & Hwang als deutsch-koreanisches Kompetenzzentrum mit dem Auftrag nicht nur das Business sondern auch die Menschen aus beiden Ländern zueinander zu führen.

 

Korea ist ein faszinierendes Land und weist eine Reihe von historischen, politischen und wirtschaftlichen Gemeinsamkeiten mit Deutschland auf. Historisch und geographisch liegen beide Länder im Spannungsfeld bedeutender Nachbarn. Korea liegt als Landbrücke zwischen China und Japan. Und diese Geographie verwickelte Korea wiederholt in fremde Kriege um die Vorherrschaft in Nordostasien und bescherte dem Land viele Epochen der Fremdherrschaft durch Chinesen oder Japaner.

Sowohl Deutschland als auch Korea haben im 20. Jahrhundert ihre Stunde Null erlebt: den völligen Zusammenbruch nach einem schrecklichen Krieg und der Notwendigkeit des Neuanfangs und des Wiederaufbaus. Für Deutschland kam dies mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 und 9 Jahre später für Korea nach den Verheerungen des Koreakrieges 1954.

 

Beide Länder haben leider auch gemeinsam, dass sie aufgrund ihrer Lage entlang der Nahtstellen des Kalten Krieges geteilt und tief traumatisiert wurden. Im Falle von Korea war und ist die Trennung aber noch viel tiefgreifender und brutaler als wir uns das in Deutschland vorstellen können. Durch die besondere Charakteristik des Nordkoreanischen Regimes treten immer wieder Spannungen auf. Als 1989 die politischen Entwicklungen in Europa die deutsche Wiedervereinigung ermöglichten, wurde dies in Südkorea, wie wohl in keinem anderem Land, sehr intensiv wahrgenommen und diskutiert.